Strom tanken in Remagen

Während meiner Praktikumsbesuche im Oktober 2020 konnte ich auch die Strom-Ladestation in Remagen testen. Die Lage ist ziemlich zentral und in der Nähe von Bahnhof und der City. Die zwei Ladesäulen sind in der hinteren linken Ecke des Parkplatzes.

Das Laden ist kostenlos, aber man zahlt fürs Parken...
Das Laden ist kostenlos, aber man zahlt fürs Parken…

Infos:

Adresse: Platz an der Alten Post in 53424 Remagen
Betreiber: EVM
Anzahl Lademöglichkeiten: 2
Anschlüsse: 2 Typ 2-Steckdosen (11 kW) 
Freischaltung/Bezahlung:  RFID-Karte (u.a. WeCharge) oder man bekommt eine EVM-Karte am Servicepunkt der EVM oder in der Touristinformation Remagen
Kosten: kostenlos
Parken: kostet
Besonderheit: ziemlich zentral gelegen, kostenlos, aber Parkgebühr!

Also ein Parkticket sollte man sich hier in Remagen unbedingt ziehen. Die erste Stunde ist sogar kostenlos – selbst die Folgezeit wird sehr human berechnet:

2 h – 0,50 €
3 h – 1,- €
4 h – 1,50 €

4 Stunden sind die
Maximalparkdauer

Und ohne kann’s kosten 😉

Initiiert wurde diese Ladestation für Elektroautos, genauso wie auch die Errichtung einer Ladestation für E-Bikes an der Rheinpromenade, durch gemeinsame Anträge von CDU, FBL und SPD im Stadtrat Remagen.

ID.3 Schulungsvideo

Dieses Video ist quasi eine audiovisuelle Bedienungsanleitung des ID.3.

Vom Fahrzeugschlüssel  über die Coming Home Leaving Home-Funktion oder die Fahrprofilauswahl bis hin zur Sprachsteuerung wird (fast) alles kurz, knapp und präzise erklärt.

DIe analoge Bedienungsanleitung ist mit ihren 409 deutschsprachigen Seiten allerdings etwas ausführlicher 😉

Ladestation der “ahrtal-werke” an der KSK

Die erste Ladestation in der Kurstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, die ich besuchte, ist die Ladesäule auf dem öffentlichen Parkplatz hinter der Kreissparkasse Ahrweiler – mit Zufahrt über über die Wilhelmstraße oder die Friedrichstraße.

Infos:

Adresse: hinter Kreissparkasse in der Wilhelmstraße in 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Betreiber: ahrtal-werke GmbH
Anzahl Lademöglichkeiten: 4
Anschlüsse: 2 Typ 2-Steckdosen (11 und 22 kW) und 2 EU-Schuko-Schalter (2,3 kW) 
Freischaltung/Bezahlung: Spontanladen ohne vorherige Registrierung ist hier möglich – ansonsten RFID-Karte (u.a. WeCharge), App, Webseite
Kosten: je nach Anbieter
Parken: könnte je nach Anbieter auch kosten
Besonderheit: ziemlich zentral vor der schönen Ahrweiler Altstadt

Das Laden verlief total problemlos – konnte die Säule mit meiner WeCharge-Karte freischalten und dann begann der Ladevorgang, den ich aber schon nach 5 Minuten abbrach. Wollte ja nur mal kurz testen…

Nachtrag:

Habe das “Stromtanken” dann doch mal richtig getestet, während wir mit Freunden in Ahrweiler essen waren. War bei der WeCharge-Abrechnung dann etwas erstaunt:  25,2 kW/h in 2:51 h –> 13,63 €

Das würde einem kW-Preis von 0,54 € entsprechen – kam mir teuer vor. Also rief ich mal bei den “ahrtal-werken” in Ahrweiler an und Andreas Thome, zuständig für Kraftwerke & Kommunikationstechnik, stand mir dankenswerterweise fast eine halbe Stunde Rede und Antwort zum Engagement der “ahrtal-werke” im Bereich der E-Mobilität.

So erfuhr ich – sofern ich das alles richtig wiedergeben kann -, dass die “ahrtal-werke” die oben beschriebene Ladesäule seit 2013 in Betrieb haben, als es vielleicht mal 5-6 Elektroautos im Kreis Ahrweiler gab, diese dann zuletzt modernisieren mussten, sodass sie dem “Antidiskriminierungsgesetz” entsprachen, d.h. damit das sogenannte “Roaming” an ihnen möglich ist und somit kein E-Autofahrer “diskriminiert”, weil er keinen Zugang zum Strom hat.

Jetzt ist die Ladesäule “diskriminierungsfrei” und ist Mitglied im Verbund Ladenetz.de.

Über dieses Ladenetz werden dann auch die einzelnen Abrechnungen erstellt, falls ich es richtig verstanden habe 😉

Für die Zukunft arbeiten die “ahrtal-werke” gerade an einem eigenen Tarif, der eine Kombination aus kW/h und Standzeit auf dem Parkplatz werden soll.

Außerdem lägen schon Pläne für weitere Ladesäulen im Stadtgebiet in der Schublade, damit die E-Mobilität weiter vorankomme, so Andreas Thome.

Ladestationen im Kreis AW: Brohltal West

Die Ladesäulen von Ionity befinden sich rechts hinter der "normalen" Tankstelle

Die Ladesäulen von Ionity befinden sich rechts hinter der “normalen” TankstelleMein erster Ladeversuch mit dem neuen ID.3 führte mich an die 12 km entfernte Raststätte Brohltal-West an der A61.

Dort gibt 6 Ladestationen von Ionity. Dieser Anbieter ist insofern interessant, da man sein Auto zum einen – je nach Rahmenbedingung – sehr, sehr schnell laden kann und ich zum anderen dort meine WeCharge-Karte einsetzen kann. Diese WeCharge mit einem kostenlosen Guthaben von 2000 kW gab es bei meinem ID.3-Paket dazu. Das Guthaben, das für ca. 10.00 km reicht, muss dann allerdings innerhalb eines Jahres verbraucht werden. Ist das Guthaben weg, zahlt man mit der WeCharge-RFID-Karte oder per App 0,29 €/kWh.

Die letzte der 6 Ladesäulen steht seitlich, so dass man auch mit dem ID.3 gut laden kann, da der Strom-Anschluss bei ihm an der Stelle ist, wo beim Golf der Tankdeckel war.
Die letzte der 6 Ladesäulen steht seitlich, so dass man auch mit dem ID.3 gut laden kann, da der Strom-Anschluss bei ihm an der Stelle ist, wo beim Golf der Tankdeckel war.

Infos:

Adresse: Rasthof Brohltal West an der A61 bei Niederzissen
Betreiber: IONITY GmbH
Anzahl Lademöglichkeiten: 6 IONITY HPC 350kW CCS
Anschlüsse: je COMBO CCS EU – Schnelle /  350KW  / Gleichstrom
Freischaltung/Bezahlung: RFID-Karte/Ionity-App/Webseite
Kosten: über Ionity 0,79 €
Parken: kostenlos

Ansonsten ist Ionity seit Februar 2020 sehr teuer geworden. Zahlte man vorher eine Ladepauschale von nur 8 €,  so wird seitdem nach Verbrauch mit 0,79 €/kWh abgerechnet, was bei meinem ID.3 Durchschnittsverbrauch von ca. 20 kw/100 km zu Kosten von knapp 8 Euro auf 100 km führen würde.

Am Ende des Ladevorgangs lag die Ladegeschwindigkeit nur noch bei ca. 27 kW
Am Ende des Ladevorgangs lag die Ladegeschwindigkeit nur noch bei ca. 27 kW

Zu Beginn des Ladevorgangs war der SoC (“State of Charge” – also Ladezustand, wie ich gelernt habe) 50 %, daher war die Ladegeschwindigkeit auch zu Beginn mit 35 – 36 kW sehr langsam. Und diese Geschwindigkeit ging bis auf 27 kW runter.

Natürlich wunderte ich mich über diese niedrige Ladegeschwindigkeit und versuchte diese dann auch mal zu ergründen. In einer Facebookgruppe zum ID.3 half man mir dann auch, das Ganze zu verstehen. So wurden folgende Faktoren genannt, die die Ladegeschwindigkeit beeinflussen:

  • SoC = “State of Charge” – also des Ladezustand des Akkus
  • die Temperatur des Akkus
  • die Außentemperatur

Und diese Faktoren waren allesamt ungünstig für ein schnelles Laden: Der Akkus war noch halb voll, der Akkus wohl noch nicht warm genug nach 12 km und es war mit  8 ° C ziemlich kalt.

Alles Dinge, die man – wenn man jetzt kein Experte ist, so ja eigentlich nicht weiß.

 

ID.3-Blog

Mit dem ID.3 an Ahr und Eifel

Nachdem ich nun stolzer Fahrer (nicht Eigentümer – dazu hier mehr) eines neuen “VW ID.3” bin, möchte ich hier auf dieser Seite dieses Elektroauto nach und nach vorstellen, die Lademöglichkeiten in der näheren Umgebung beschreiben und generell was zu dieser Art des Fahrens und Ladens erzählen.

Dank der Rhein-Zeitung vom 19. Oktober 2020 weiß ich auch, dass ich eins von 323 reinen E-Autos im Kreis Ahrweiler fahre. Und in diesem großen Flächenkreis Ahrweiler werden zurzeit 123.215 Fahrzeuge bewegt… Also zähle ich zu den knapp 0,3 %. Schon krass, wie niedrig dieser Anteil noch ist.

So weit erst mal. Für Fragen und Anregungen bitte die Kommentarfunktion nutzen oder Mail an id3@ralf-breuer.de 🙂